
Sculpture bietet zwei Multi-Wellenformen-LFOs (Multiwaveform LFO). Beide können polyphon, monophon oder auch kombiniert eingesetzt werden.
Wenn sie monophon verwendet werden, ist die Modulation für alle Stimmen gleich. Denke an eine Situation, in der ein Akkord auf dem Keyboard gespielt wird. Wenn mit dem LFO 2 z. B. die Tonhöhe moduliert wird, wird die Tonhöhe aller Noten im gespielten Akkord synchron steigen und fallen. Dies ist auch als „phasenstarre Modulation“ bekannt.
In der gleichen Situation, wenn LFO 2 polyphon verwendet wird, um mehrere Stimmen zu modulieren, sind diese nicht phasenstarr.
Bei einem Random-Wert werden manche Noten phasenstarr zu anderen moduliert, andere wiederum nicht.
Zudem sind beide LFOs zum Tastenanschlag synchronisiert: Jedes Mal, wenn du eine Taste anschlägst, startet die LFO-Modulation der entsprechenden Stimme von 0.
Um die nicht phasenstarre Charakteristik besser zu verstehen, denke an einen Akkord, der auf einem Keyboard gespielt wird. Wenn der LFO 2 z. B. zum Modulieren der Tonhöhe verwendet wird, kann sich die Tonhöhe einer klingenden Stimme gerade in einer Aufwärtsbewegung befinden, während die einer anderen gerade fällt und sich die einer dritten gerade auf dem Scheitelpunkt einer Modulation bewegt. Das heißt, die Modulation ist für jede Stimme bzw. Note unabhängig.
Die Key-Sync-Funktion stellt sicher, dass der LFO-Zyklus immer bei Null beginnt, wodurch die Modulation konsistenter wird. Wenn die LFO-Schwingungszyklen nicht derartig synchronisiert wären, wären einzelne Noten-Modulationen ungleich.
Dank der integrierten Hüllkurvengeneratoren können sich beide LFOs automatisch ein- und ausblenden.

Einblendmenü „Waveform“: Legt die Wellenform für die LFO-Modulation fest. Weitere Informationen findest du unter LFO-Wellenformen von Sculpture.
Grafische Darstellung der Wellenform: Zeigt die Resultate der Änderungen im Einblendmenü „Waveform“ und die Parameter-Einstellungen des Curve-Drehreglers.
Drehregler „Curve“: Verändere die Eigenschaften von Modulationswellenformen. Eine reine Wellenform des gewählten Typs ist beim Wert 0,0 gewährleistet. Werte von +1 und −1 deformieren die Wellenform. Für eine Sinuswelle (Sine) gilt zum Beispiel:
Curve-Wert von 0,0: Die Welle ist sinusförmig.
Curve-Werte über 0,0: Die Sinuswelle wird in eine fast rechteckige Welle überblendet.
Curve-Werte unter 0,0: Der Anstieg (Slope) um den Nullpunkt wird reduziert. Das Ergebnis sind kürzere, sanfte Impulse bis zu +1 und –1.
Drehregler und Feld „Rate“: Stelle die Rate der LFO-Modulation ein. Diese ist entweder frei laufend mit einer in Hz einstellbaren Frequenz oder sie ist zum Projekttempo synchronisiert (bei aktiviertem Sync-Schalter). Ist das Tempo zum Projekttempo synchronisiert, erstreckt sich der Wertebereich von einer 64stel-Note bis hin zu 32 Takten. Triolische und punktierte Notenwerte sind ebenfalls verfügbar.
Sync/Free-Tasten: Mit den Tasten kannst du bestimmen, ob der LFO zum Tempo synchronisiert oder frei laufen soll. Die Tasten interagieren mit dem Drehregler „Rate“. Der synchronisierte Wert wird durch das Tempo und Taktmaß von Logic Pro X bestimmt.
Drehregler „Envelope“: Bestimme, wie lange es dauert, bis die LFO-Modulation ein- oder ausgeblendet wird. Weitere Informationen findest du unter Modulieren von LFOs von Sculpture.
Drehregler „Phase“: Wähle zwischen monophoner oder polyphoner LFO-Modulation. Die LFO-Phasen können entweder gleich sein, eine komplett zufällige Beziehung zueinander haben, durch den Tastendruck zurückgesetzt werden – oder irgendwo dazwischen liegen.
Tipp: Wenn du den Phase-Drehregler leicht von der Mono-Position wegbewegst, erhältst du nicht-synchrone Modulationen für die Stimmen, die mit ähnlicher, aber nicht gleicher Phase erfolgen. Damit lässt sich ideal das Vibrato von Streicherensembles simulieren.
Einblendmenü „Source“: Wählt eine Modulationsquelle aus, die das LFO-Tempo (LFO Rate) moduliert.
Schieberegler „RateMod“: Bestimme die Intensität der Modulation des LFO-Tempos.